Marketenterinnen in Imst

Geschichte:

Die Geschichte, der uns in der heutigen Form bekannten Marketenderinnen in den Reihen der Tiroler Schützenkompanien beginnt erst in der Mitte des 19.Jahrhunderts. Die Urform der Marketenderinnen findet sich jedoch in den meisten Heeren des späteren Mittelalters wieder. Ursprünglich kommt der Name Marketenderin aus den Lateinischen „mercatante“ und bedeutet  Händler oder Kaufmann.
Die historischen Marketenderinnen (damals meist männlich), gehörten zum Tross der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Heere. Fast jede Kompanie der Landsknechte hatte in dieser Zeit einen eigenen Marketender, der die Soldaten als Händler mit Lebensmitteln versorgte.

Im Freiheitskampf von 1809 verpflegten meist ortsansässige Bäuerinnen die Landesverteidiger mit Brot, Wasser oder so manchen Selbstgebrannten während der Kämpfe.

Andreas Hofer persönlich soll die tapferen Frauen höchstens gelobt haben.

Aktuell:

Die heutigen Aufgaben der Marketenderinnen innerhalb der Schützenkompanie Imst sind vielfältige. Von der Zier des Hauptmanns bei den Märschen durch die Stadt bis hin zur Betreuung der Jungschützen reicht die Palette der unverzichtbaren Leistungen der Marketenderinnen. Ihr Fleiß und ihre Fürsorge wird von allen Schützen der Kompanie Imst geschätzt und gelobt. Auch von Seiten der Regie sei hier ein kräftiges „Donkschian“  gesagt.